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Aktuelles

Termin: 4. März 2020  (11.00 - 15.30 Uhr)

Veranstaltungsort: Jugendherberge Nürnberg
Die Teilnahme ist kostenlos.

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Die Klimastreiks der SchülerInnen haben uns noch zusätzlich darin bestärkt, alle Klassenfahrten, Gruppenprogramme und Schulungen klimaneutral zu…

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Ein Bildungs- und Schulungskonzept zur Förderung von Lebenskompetenz und nachhaltigen Lebensstilen auf der Basis aktueller Glücksforschung

Das Projekt "Eine Reise ins Glück" verbindet die Themen Glück und Nachhaltigkeit auf innovative Weise zu einem neuartigen Bildungskonzept. "Was macht uns eigentlich glücklich und wie viel brauchen wir dafür?" steht als Kernfrage im Fokus des Ansatzes ("Einfach richtig gut leben lernen").

Im Projekt arbeiten wir mit vielfältigen Methoden, die Glückserlebnisse bieten und zur Reflektion einladen, was das gute Leben ausmacht und was wir brauchen, damit es gemeinsam gelingt. Unser Konzept zielt durch das Sinn stiften und verbinden von positiven Gefühlen darauf ab, die Motivation zu nachhaltigem Verhalten zu verstärken. Neu ist insbesondere die Verbindung von Persönlichkeitsbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Der vermeintliche Gegensatz zwischen einem nachhaltigen Lebensstil und der persönlichen Lebensqualität reduziert sich („Vom Sollen zum Wollen“). Das Projekt läuft von April 2018 bis März 2020.

Hintergrund

Glück und Nachhaltigkeit passen prima zusammen! Ergebnisse der empirischen Glücksforschung zeigen, dass subjektives Wohlbefinden nur bedingt mit materiellem Wohlstand zu tun hat. Wenn die Grundbedürfnisse erst einmal gedeckt sind, sind andere Dinge wichtig: soziale Kontakte, kreative Entfaltung, sinnvolle Arbeit, Naturerlebnisse, Muße, Genuss...

Hieraus ergibt sich ein neuer Bildungsansatz, der zur Entlastung der Umwelt beitragen kann: Mehr Glückskompetenz fördert eine nachhaltige Lebensweise und trägt damit indirekt zu dem Ziel nachhaltiger Entwicklung bei. Das Projekt entwickelt einen solchen „Glück und Nachhaltigkeit fördernden Bildungsansatz“ für die Umsetzung in Programmen für Jugendherbergen und Schulen. Dafür werden im Projekt neue Ansätze entwickelt, sowie bereits erprobte Methoden zur Veränderung von Haltungen und Verhalten transferiert, z. B. aus Bereichen wie dem Systemischen Coaching und der Glücksbildung.

Die gängige Annahme in Bezug auf Nachhaltigkeit ist, dass wir uns einschränken und Verzicht üben müssen, um die Umwelt zu schonen. Wir wollen im Projekt Wege aufzeigen, die im Gegenteil zu mehr Entfaltung einladen und eher die Einfachheit in Wert setzen („Suffizienzgedanke“), damit mehr Glück ermöglichen und eine Lebensweise eröffnen, die zu mehr Nachhaltigkeit beiträgt. Dabei gibt es kein Patentrezept, sondern die Vielfalt des subjektiven Wohlbefindens ist Maßstab für unser Verständnis des Glücks jedes Einzelnen.

Projektziele

Im Bereich der Bildungsprogramme sollen eine erlebnisorientierte Umweltbildung sowie die persönliche Zufriedenheit und Lebenskompetenz gefördert werden. Diese werden im Prozess anhand von Nachhaltigkeitskriterien und Gruppenerlebnissen in der Natur, bei denen die Einfachheit und das Wesentliche in Wert gesetzt werden, reflektiert. Die Teilnehmenden definieren dabei die Ziele für eine Veränderung des persönlichen Lebensstils selbst, dies fördert deren tatsächliche Umsetzung.
Ein Bildungskonzept im Sinne des beschriebenen glücksorientierten Lebensstils („Gut Leben statt viel haben“) muss folgende Ziele im Blick haben und verfolgen:

Oberziel:

Die Bedeutung von Nachhaltigkeit („Gut Leben statt viel haben“) für das eigene Glück erkennen.

Leitziele:

  • Das eigene Handeln bzgl. Glück und Nachhaltigkeit reflektieren
  • Eigene Stärken, Ressourcen bzw. Motive und Herzenswünsche erkennen
  • Hindernisse verstehen lernen und Herausforderungen annehmen können
  • Die Bedeutung von nachhaltigem, ethischen Konsum für das eigene Glück erkennen
  • Die Bedeutung von Gemeinschaft und Beziehungen für das eigene Glück erkennen
  • Die Bedeutung von sozialen und gesundheitsfördernden Kompetenzen für das eigene Glück erkennen
  • Gefühls-  und Körperebene mit positiven Erfahrungen erreichen
  • Verhalten im Sinne von Nachhaltigkeit und Glück verändern können

Im Bereich der Unternehmensentwicklung des Deutschen Jugendherbergswerkes wollen wir erste Impulse setzen, die Bedeutung von Mitarbeiterzufriedenheit, -potentialförderung und Sinngebung für den nachhaltigen Erfolg eines werteorientierten Unternehmens erkennen. Ziel ist es auch, eine „visionäre Gemeinschaftskultur“ als Ergänzung zu der klassischen nachhaltigen Unternehmensentwicklung anzustoßen.

Projektschwerpunkte

In unserem Projekt entwickeln wir einen „Glück und Nachhaltigkeit fördernden Bildungsansatz“ für die Umsetzung in Programmen für Jugendherbergen und Schulen. Es entsteht ein Methodenset in Form von 100 Programmbaukästen. Der modulare Aufbau ermöglicht Bildungsangebote von drei Stunden bis zu mehreren Tagen. Hierfür werden Musterprogramme erstellt, die dann auf die unterschiedlichen Bedingungen in den Jugendherbergen und Schulen angepasst werden. Die Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren.

Das Set in Verbindung mit Schulungen bereitet Teamer und Lehrer auf die Durchführung der Programme vor. Das Bildungsprogramm „Reise ins Glück – Einfach richtig gut leben lernen“ wird in 15 Projekt-Jugendherbergen angeboten.

Zur Entwicklung der Unternehmenskultur werden im Deutschen Jugendherbergswerk durch Workshops für Führungskräfte Impulse für die Bedeutung von Mitarbeiterzufriedenheit, Potentialförderung und Sinn- bzw. Gemeinwohlorientierung bei der Entwicklung eines werteorientierten Unternehmenskonzeptes gesetzt. Dies soll die Nachhaltigkeitsstrategie des Verbandes und das Unternehmens- bzw. Qualitätskonzept „Erlebnis Nachhaltigkeit“ unterstützen.

Im Projekt finden folgende Schulungen und Veranstaltungen statt (Termine siehe unter: Aktuelles und Termine):

  • Treffen der Pilot-Jugendherbergen
  • 2 Schulungen für Führungskräfte aus Jugendherbergen und Landesverbänden
  • 2 Schulungen für Herbergsleiter und Programmverantwortliche in Jugendherbergen
  • 1 Lehrerfortbildung
  • Abschlussveranstaltung für die Fachöffentlichkeit

Für alle Formate werden Schulungskonzepte entwickelt, erprobt, evaluiert und dokumentiert.

Begleitend zum Projekt findet eine Evaluation statt, die ermittelt, inwieweit die innovativen Ansätze erfolgreich sind. Die Evaluation betrifft sowohl eine formative prozessbegleitende Evaluation als auch eine summative Evaluation. Die formative Evaluation bezieht sich auf die Phase der Materialentwicklung. Die Veranstaltungskonzepte werden nach einem dreistufigen Verfahren exemplarisch erprobt, indem die Veranstaltungskonzepte auch von Personen umgesetzt wurden, die nicht an deren Erstellung beteiligt waren (Transfersimulation). In der summativen Evaluation soll geprüft werden, inwieweit die Projektziele (siehe „Oberziel und Leitziele") erreicht wurden. Hierzu werden die Teilnehmenden mit einem eigens entwickelten Instrument befragt, das auf die Projektziele Bezug nimmt, aber auch die Teilnehmervoraussetzungen (Bildung, Alter, Nachhaltigkeit) berücksichtigt.

Das Projekt wird von Prof. Dr. Armin Lude (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg) begleitet und evaluiert.

Der Projektträger

Deutsches Jugendherbergswerk, Hauptverband für Jugendwandern und Jugendherbergen e. V.

Bereits seit 29 Jahren sammelt das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) mit zahlreichen Modellprojekten und den Umwelt|Jugendherbergen vielfältige Erfahrungen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung. 2014 feierten wir das Jubiläum „25 Jahre Nachhaltigkeit im DJH“ mit dem Slogan „Lust auf Zukunft“. Bis heute konnten im Bundesverband für nachhaltige Modellprojekte in den Bereichen Bildung, Bau und Management über 5 Millionen € Fördermittel eingeworben werden.

Im Bildungsbereich reicht das Angebot unserer nahezu 500 Jugendherbergen von Erlebnispädagogik, über Gesundheits- bzw. Lebenskompetenzförderung, bis hin zur Umweltbildung bzw. Bildung für nachhaltige Entwicklung. Hierfür stehen auch unsere „Fit Drauf-, Sport-, Kultur-, Umwelt- und Graslöwen-Jugendherbergen. Zurzeit laufen die Projekte „Geogames zur Biodiversität“/ BioDiv2Go“ (in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und der Hochschule Bamberg), „Bist du nachhaltig unterwegs“ (in Kooperation mit dem Rat für nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung), „Klimaaktionskino“ (in Kooperation mit dem Verein „Solare Zukunft“), SDG Entdecker App und eine Beteiligung am Projekt „Klimabildungszentren“. Die im Rahmen dieser Projekte aktuell entwickelten Spiele zur Förderung von  nachhaltigem Konsum bzw. Lebenskompetenz „Fleisch oder Fahrrad - tausch dich glücklich“ und „Lebenskompetenz- und Gesundheitskompass - tausch dich fit“ werden in das Konzept „Gut leben statt viel haben“ einbezogen.

Durch Maßnahmen wie vermehrte Nutzung von regenerativem Strom, Einsatz von Blockheizkraftwerken, Solaranlagen und Holzheizungen und energetischen Komplettsanierungen tragen die Jugendherbergen aktiv zum Klimaschutz bei. Allein im Jahr 2017 konnten so mehr als 26.100 Tonnen CO₂-Emissionen vermieden werden. Vorreiter im Bereich Klimaschutz war die Jugendherberge Brilon, die bundesweit erste CO₂-neutrale Jugendunterkunft. Später wurden auch die Jugendherbergen Norderney, Lingen, Norddeich und Juist mit dieser Auszeichnung zertifiziert. 33 Jugendherbergen bieten zurzeit klimaneutrale Übernachtungen an.

In den Jahren 2011 bis 2014 haben die „Jugendherbergen im Nordwesten“ als erster Landesverband im Deutschen Jugendherbergswerk (DJH) zusammen mit dem Hauptverband ein nachhaltiges Unternehmenskonzept als Modell für den Gesamtverband entwickelt. Es wurde bereits in 69 Jugendherbergen erfolgreich in die Praxis umgesetzt (Erlebnis Nachhaltigkeit). Das Projekt wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert und 2014 für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert. Weitere Landesverbände werden auf der Grundlage dieses innovativen Ansatzes bis 2019 nachhaltige Unternehmenskonzepte implementieren.

Das Projektteam

Expertisen der Projektmitglieder: Pädagogik, Nachhaltigkeit, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Klimaschutz, Gesundheitsförderung, Politikwissenschaft, Coaching, Philosophie, Unternehmensberatung, Evaluation

Bernd Lampe

Bernd Lampe, Deutsches Jugendherbergswerk, Hauptverband

Projektleiter, Studium: Sport- und Biologielehrer; seit 29 Jahren Referent für nachhaltige Entwicklung im Deutschen Jugendherbergswerk; Schwerpunkte: Bildung für nachhaltige Entwicklung, Gesundheitsförderung, nachhaltige Unternehmens- und Qualitätsentwicklung, Projektmanagement, Mitglied des Viabono-Vorstandes.

http://www.jugendherberge-nachhaltig.de
Jochen Dallmer

Jochen Dallmer

Diplompolitologe. Seit 10 Jahren als Projektleiter und Trainer in der BNE aktiv: Konzeption und Durchführung von bundesweiten und internationalen Projekten. Aktuell freier Referent, Projektberater, Lehrbeauftragter. Promotionsvorhaben zum Thema Glück & Nachhaltigkeit an der Uni Kassel.

http://www.jochendallmer.net
Doreen Remer

Doreen Remer, REMER Consulting

M.A. (BNE), Pädagogin (Lehramt Gymnasien), systemischer Coach (DBVC), NLP-Practitioner. Seit 19 Jahren als Projektleiterin und Beraterin, Coach und Großgruppenmoderatorin in Organisationsentwickungs- und Kulturwandlungsprozessen engagiert: unterstützt Unternehmensleitungen, Führungskräfte und deren Teams beim Entwickeln sowie Etablieren ihrer werteorientierten Unternehmens- und Führungskultur bzw. Mitarbeitende beim Entfalten ihres professionellen und persönlichen Potenzials in Veränderungsprozessen.

http://www.doreenremer.de
Ines Blumenthal

Ines Blumenthal, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

Mediendesignerin, Pädagogin und Eltern-Medien-Beraterin. Sie arbeitete 12 Jahre für verschiedene Auftraggeber und erstellte projektbezogen zielgruppenorientierte Konzepte und Produkte für die textliche und visuelle Kommunikation. Derzeitig leitet sie das Umweltbildungsprojekt PIKeeBB am PIK. Ziel des PIKeeBB-Projektes ist, das Informationspotential von KlimafolgenOnline-Bildung.de für die berufliche Bildung nutzbar zu machen.

https://www.pik-potsdam.de/members/inesblum
Armin Lude

Prof. Dr. Armin Lude

Armin Lude lehrt an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg Biologie und ihre Didaktik. Seine Schwerpunkte sind Wissenschaft und Praxis im Bereich der Umweltbildung und BNE, u. a. belegt durch Veröffentlichungen, Vorträge und Projekte. Aktuell leitet er die Projekte „FindeVielfalt.de“ (mit Smartphones die Natur erkunden) sowie das „BNE-Hochschulnetzwerk“ und berät verschiedene Studien und Projekte.

http://www.ph-ludwigsburg.de/8266.html
Dominic Veken

Dominic Veken

Dominic Veken ist einer der führenden Strategieberater und Unternehmensphilosophen in Deutschland. Er zählt zahlreiche nationale und internationale Unternehmen zu seinen Kunden. Er lehrt „Unternehmensphilosophie“ an der Universität der Künste in Berlin und er hält Vorträge über Begeisterung, Sinn und Kulturwandel. Zudem ist Veken Autor der Bücher „Ab jetzt Begeisterung“ und „Der Sinn des Unternehmens“. Vor seiner Selbstständigkeit war Dominic Veken geschäftsführender Gesellschafter und Chefstratege von Kolle Rebbe, einer bekannten Kreativagentur.

https://veken.de
Adrian Wachendorf

Adrian Wachendorf, Nature Guides

Nature Guides ist ein junges Unternehmen mit Sitz in Lüneburg, das sich auf Events und Touren mit dem Mega-SUP's, geführte Outdoor-Touren und-kurse spezialisiert hat. Dabei lernen wir unsere Wahrnehmung zu schärfen und unseren Blickwinkel zu ändern. Hierzu dienen auch Erlebnisse in Baumzelten. Immer dicht an der Natur und mit wenig Ressourcenverbrauch vermitteln er “Suffizienzgruppenerlebnisse” im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.

https://www.nature-guides.com/

Projekt-Jugendherbergen mit Programmangeboten und Partnerschulen

Projekt-Jugendherbergen
mit Programmangeboten

  • Bad Tölz (Bayern)
  • Berchtesgaden (Bayern)
  • Eichstätt (Bayern)
  • Garmisch-Partenkirchen (Bayern)
  • Ilmenau (Thüringen)
  • Kretzschau (Sachsen-Anhalt)
  • Kreuth-Scharling  (Bayern)
  • Lauterbach (Thüringen)
  • Lingen (Niedersachsen)
  • München-Park (Bayern)
  • Nebra (Sachsen-Anhalt)
  • Ottobeuren (Bayern)
  • Paderborn (Nordrhein-Westfalen)
  • Rothleimmühle (Thüringen)
  • Waldhäuser  (Bayern)

Weitere Infos zu den Programmen in diesen Jugendherbergen finden Sie hier.

Projekt-Schulen

  • Oberstufen Kolleg Bielefeld
  • Albert-Einstein-Gymnasium Hameln
  • Gymnasium Parsberg
  • Realschule Maisach
  • Mittelschule Bismarckstraße Nürnberg
  • Dathe Gymnasium Berlin
  • Voltaireschule Gesamtschulcampus mit gymnasialem Bildungsgang Potsdam
  • Heuss Adenauer Mittelrhein - Realschule plus St. Goar
  • Berufsschule I der Stadt Rosenheim
  • Robert-Jungk-Oberschule Berlin

Wenn Sie Interesse an einer Klassenfahrt in einer der 15 Projekt-Jugendherbergen haben, nehmen Sie Kontakt mit uns oder einer der Projekt-Jugendherbergen auf.

Kontakt

Deutsches Jugendherbergswerk, Hauptverband für Jugendwandern und Jugendherbergen e. V.

Bernd Lampe, Referent für nachhaltige Entwicklung

Tel: 05231-7401-120
Fax: 05231-7401-225

E-Mail: bernd.lampe@jugendherberge.de